Pero Fighter

Rieslingblüte


Einen so hohen Druck an Pilsinfektionen haben wir in den letzten 19 Jahren nicht mehr erlebt. Das nasse Sommerwetter treibt  nicht nur den ökologisch wirtschaften Winzern den Angstschweiß auf die Stirn,  auch unsere konventionell wirtschaftenden Kollegen kommen an die Grenzen des machbaren.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf das schäbige Verhalten unsere Landesregierung hinweisen, welche von den Öko – Winzerinnen und Winzern in höchster Not um Hilfe gebeten wurde und die sich schändlich aus Ihrer Verantwortung für hunderte Familien gewunden  und den betroffenen Betrieben den Ball in Form eines „Großversuchs“ vor die Füße gespielt hat.

Aber der Reihe nach. Bis vor 3 Jahren wurde ein Pflanzenpflegemittel im Ökologischen Weinbau mit bestem Erfolg eingesetzt,  mit dem Bestandteil von Kaliumphosphat.

Diese Kaliumphosphatpräparate, die keinerlei Nebenwirkungen und schädliche Substanzen enthalten, ein von Ökowinzern erfundenes bzw. entdecktes harmloses und preiswerte Pflanzenstärkungsmittel mit seinem durchschlagenden Erfolg, brachte eine Chemiefirma auf den Plan diese Phosphonate als Pflanzenschutzmittel anzumelden.
Dadurch wurden diese Pflanzenpflegemittel aus der Anwendungsliste für den Ökoweinbau gestrichen. Man könnte also sagen den Ökobetrieben wurde ihr bestes Mittel „gestohlen“.

Jedem klar denkenden Mensch ist natürlich bewusst, dass sich an der Umweltverträglichkeit dieses Mittels durch die Zulassung als Pflanzenschutzmittel rein Garnichts geändert hat, es sich hier rein um einen formalen Akt handelt, der von Menschenhand gesetzt aber als solcher natürlich auch umkehrbar ist.

Aber Niemand hat den Arsch in der Hose diesen auch durchzuführen.

Stattdessen bietet man den Betrieben die Möglichkeit im Rahmen eines Großversuchst, dieses altbewerte Mittel anzuwenden, wohlwissend den Winzern keine Rechtsicherheit und Garantie geben zu können, dass dieser Versuch auch auf EU Ebene anerkannt wird und somit der Ökostatus beibehalten und eventuell erhaltende Fördermittel nicht rückwirkend auf 5 Jahre zu erstatten sind.

Was für ein Pack! Schmatzend und rülpsend an den fetten Trögen der Macht, die Nöte von hart arbeitenden um ihre Existenz ringende Menschen bei Seite wischend.

Das werden wir niemals vergessen.

 

 Pero Fighter Evening

 

 

 

 

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One Response to Pero Fighter

  1. Arthur Mangerich sagt:

    Liebe Familie Loch,

    wir haben mit Freude Ihre klare Stellungnahme in Bezug auf unsere politischen Volksvertreter
    in kommunaler und landespolitischer Ebene gelesen.
    Nach mehr als 15 Jahren Unternehmererfahrung im Saartal (Hotel, Restaurant) können wir Ihren Unmut aus persönlicher, leidvoller Erfahrung mehr als teilen.
    Wir haben absolute Hochachtung vor Ihrer klaren Meinungsäußerung!

    Mit herzlichen Grüßen aus dem Konzer Tälchen.

    Arthur und Christoph Mangerich
    Landhaus Euchariusberg
    Geschäftsführung

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